LYRISCHE MINIATUREN

aufwachen
ich lasse
ihn nachhallen
den taumel
des traums 
tagwärts 

samstagnacht
du bist
mir im sturm
traum genug

früh
beizeiten
küsst er sie
hauthals
zum ohr

sicher
wenn nichts bestand hat sagst du befallen wir uns

ausgebrannt
wund
randet
das
ich

augenblicke
vielleicht
streifen mich die
taubenblicke
am ufer des sees
sicher aber die
augen unter deinen
neckischen brauen

lichtung
waldpilzernte
sporen im moos und
zuversicht
(Das Gedicht 29, “Aufbruch und Hoffnung”, 2021″
Hrsg. Anton G. Leitner)

hernach
ein zerlegtes Jahr
nun die fülle
in den bruchstücken
(Das Gedicht 29, “Aufbruch und Hoffnung”, 2021″
Hrsg. Anton G. Leitner)